Tour: DEN STEINEN AUF DER SPUR
Diese Tour eröffnet Ihnen Einblicke an Orte, an denen Mauern und Steine weit über 300 Jahre Stadtgeschichte geschrieben haben.
Ein wesentlicher Akzent wird auf die jüdische Geschichte Berlins gelegt,
deren absoluter Tiefpunkt die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung bis
1945 durch die NS-Diktatur war und jüdisches Leben nach fast 300 Jahren
dramatisch zerstörte.
Auch wird der Frage nachgegangen, wie es zum Bau der Berliner Mauer kommen konnte. An noch erhaltenen "Mauer-Dokumenten" wird nachgezeichnet, welche Einschnitte sie für die Menschen im Alltagsleben bedeutete.
Die Berliner Mauer war, wie nichts anderes in der Welt, das Symbol für eine geteilte Stadt und Ausdruck des Kalten
Krieges.
Sie sehen Mauern, die Klassengegensätze symbolisieren ebenso wie diejenigen Mauern, die seit alters her um Begräbnisplätze, Fabriken und Gefängnisse gezogen werden. Wir begreifen, dass Mauern trennen und ausgrenzen, Mauern schützen und bewahren, dass Mauern sich erledigen und eingerissen werden können. Und Sie erfahren wie sich im Schatten von Mauern auch Freiräume entwickeln konnten. "ES GIBT NOCH VIELE MAUERN ABZUBAUEN"
Die Führung beginnt am Dokumentationszentrum "Berliner Mauer" in der Bernauer Straße, wo noch Reste der Berliner Mauer sichtbar sind. Weiter geht es zur Spandauer Vorstadt, in der sich vor 300 Jahren - damals außerhalb der Stadtmauern - osteuropäische Juden ansiedeln durften. Die weitere Fahrt führt Sie an dicken Mauern von Justizvollzugsanstalten in Ost- und Westberlin vorbei. Sie betreten den von schützenden Mauern umgebenen bedeutendsten und größten jüdischen Friedhof Europas in Weissensee.
Sie werden auf die unsichtbaren als auch wuchtigen Mauern der Geheimdienste von Bundesnachrichtendienst (BND) und ehemaligem Ministerium für Staats-sicherheit (MfS) aufmerksam gemacht. Sie erfahren sowohl etwas über die DDR-Bürgerrechtsbewegung als auch die Ost- Punk-Bewegung, die sich parallel zur staatlich kontrollierten Musikszene entwickelt hatte. Und der Blick auf die kreativ gestaltete East Side Gallery zeigt, was man aus grauen Mauern machen kann.
Die Tour endet im ehemals von drei Mauerseiten umgebenen Stadtteil Kreuzberg 36. Menschen verschiedener Schichten, Geschlechter und kultureller Herkunft haben hier im Schutz der Mauer versucht, sich neue Lebens- und Arbeitsformen anzueignen. Und bevor Sie sich auf den Weg in eines der zahlreichen Kreuzberger Cafés machen und dabei vor einigen Hauseingängen über goldene Pflastersteine stolpern, werden Sie über diese "Stolpersteine" und ihre Bedeutung informiert. "GEGEN DAS VERGESSEN"
Bernauer Str. 111, 13355 Berlin-Mitte
Heinrichplatz, 10999 Berlin-Kreuzberg
Wachturm Museum
Stasi-Gedenkstätte
Dokumentationszentrum
Jüdischer Friedhof
Die Spree